Aufgrund der immer noch häufigen Nachfragen nach Vermißtenschicksalen, nachfolgend eine Auflistung der wichtigsten Suchdienste.
Einige Dienstleistungen sind kostenpflichtig. Bitte vorab informieren.

Auflistung der Suchdienste
weitergehende Informationen auf der jeweiligen Homepage

1.Der Suchdienst Hamburg des Deutschen Roten Kreuzes

- berät ausreisewillige Deutsche in Ost- und Südosteuropa bzw. die in
 Deutschland lebenden Verwandten im Aufnahmeverfahren gem.
 Bundesvertriebenengesetz (BVFG), in Staatsangehörigkeitsfragen und zum
 Ausländerrecht

-
erteilt Auskünfte und leistet Amtshilfe in Verfahren nach dem BVFG, in
 Entschädigungsfragen und in Rentenangelegenheiten

-
hilft bei Fragen zur Ausreise (z.B. Wysows oder Krankentransporte)
- hilft bei der Suche nach Zeugen und Personen, zu denen der Kontakt z.B.
 aufgrund von Ereignissen des 2. Weltkrieges und/oder der Aussiedlung
 nach Deutschland abgerissen ist.

  • Deutsches Rotes Kreuz
    Generalsekretariat
    Suchdienst Hamburg
    Amandastraße 72 - 74
    20357 Hamburg
    Telefon: 040/43202-0
    Telefax : 040/43202-200
    E-Mail:
    DRK-Suchdienst-Hamburg@drk-sdhh.de


    2. Der Kirchliche Suchdienst

    mit seinen Heimatortskarteien arbeitet auf der Grundlage einer Vereinbarung mit dem
    Bundesministerium des Innern unter der Rechtsträgerschaft der Kirchlichen Wohlfahrtsverbände.
    Aufgabenschwerpunkte der Heimatortskarteien
    - Suchdienst
    nach vermißten Zivilpersonen aus den Vertreibungsgebieten,
     nach Nachkommen in Erbschaftsangelegenheiten, nach ehemaligen
     Arbeitgebern aus den Vertreibungsgebieten.
    - Auskunftserteilung in Angelegenheiten von Vertriebenen und Flüchtlingen,
     im Aufnahmeverfahren für Spätaussiedler und bei der Eingliederung von
     Spätaussiedlern.
     Zeugenbenennung und Schicksalsprüfung in Versorgungs-, Renten- und
     Lastenausgleichsangelegenheiten, Beschaffung von Urkunden,
     Wohnsitzbestätigungen, Statusfeststellungen (Staatsangehörigkeit und
     Volkszugehörigkeit), Todeserklärungen.
     Feststellungen zu Vertreibungsdruck, Bedeutung der beruflichen Stellung,
     Benachteiligungen im Herkunftsland, Sprachsituation in den Nachkriegsjahren,
     Überprüfung von Personenstandsdaten, Namensschreibweise, Ortsklärung.
    Auskunft erteilt der Kirchliche Suchdienst den Betroffenen selbst, deren Angehörigen oder
    Drittpersonen mit entsprechender Vollmacht und den Behörden im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs
    unter Beachtung der Bestimmungen des Datenschutzes.
    Geschäftsstelle
    Lessingstr. 3
    80336 München
    Telefon: (089) 544 97-205
    Telefax: (089) 544 97-207
    Internet: eMail: Suchdienst.ZHOK@t-online.de

    Kirchlicher Suchdienst
     HOK-Zentrum Stuttgart
     Rosenbergstraße 50
    70176 Stuttgart
    Telefon: (0711) 636 80 04

    Telefax: (0711) 636 80 07
    Internet:
     eMail: Suchdienst.HOK@t-online.de
    Südosteuropa (Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Slowakei, Ruthenien)

    Ostumsiedler (Russland, Bessarabien, Bulgarien, Dobrudscha)
    Nordosteuropa (Ostpreußen und Memelland, Danzig-Westpreußen, Pommern, Baltische Länder)
    Mark Brandenburg
    Wartheland - Polen

    Kirchlicher Suchdienst
    HOK-Zentrum Passau
    Ostuzzistraße 4
    94032 Passau
    Telefon: (0851) 596 43
    Telefax: (0851) 727 76
    Internet:
    eMail:
    Suchdienst.Passau@t-online.de
    Niederschlesien
    Oberschlesien
    Sudetendeutsche


    3 )  Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

    Bundesgeschäftsstelle
    Werner-Hilpert-Straße 2
    D 34112 Kassel
    Telefon: 0180 / 570 09-99 (0,12 € / min)
    Spendenhotline: 0180 / 570 09-01 (0,12 € / min)
    Telefax: 05 61 / 70 09-270
    E-Mail:
    info@volksbund.de


    4.) Deutsche Dienststelle (WASt)

für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen
der ehemaligen deutschen Wehrmacht

Eichborndamm 179, D-13403 Berlin
Tel. +49 (030) 41904-0
Fax. +49 (030) 41904-100

http://www.com-de.com/wast/frame.htm

Folgende Aufgaben fallen in die Zuständigkeit der Deutschen Dienststelle:

- Erstattung von Kriegssterbefallanzeigen
- Bescheinigungen zu Todeserklärungsverfahren
- Klärung von Vermißtenschicksalen
- Erkennungsmarkenentschlüsselungen
- Feldpostnummernentschlüsselungen
- Nachweis von Kriegsgräbern
- Nachlaßverwaltung
- Bescheinigungen über militärische Dienstzeiten
- Bescheinigungen zur Vorlage bei Versorgungsämtern (Kriegsopferversorgung)
- Nachweise über: 
Kriegsgefangenschaft - Orden und Ehrenzeichen - Staatsangehörigkeit

Gemäß Verwaltungsgebührenordnung wird bei allen Anfragen, die nicht auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, pro angefangener Antwortseite eine Gebühr von mindestens 8,- €, Fotokopien 0,50 € erhoben. Die Kosten für die Erstellung eines militärischen Werdegangs betragen in der Regel ca. 20,- € pro überprüfte Person. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen Auskünfte nur mit Briefpost verschickt werden. Ferner weisen wir darauf hin, dass die Bearbeitungsdauer bis zu sechs Monate betragen kann. Eine Eingangsbestätigung erfolgt nicht. Mit der Antragstellung erklären Sie sich ggf. mit der Übernahme der Verwaltungsgebühren einverstanden. Die Auskunft erfolgt generell in deutscher Sprache.
Wählen Sie bitte eine der drei folgenden Möglichkeiten aus:

5. Die neue Möglichkeit.
 Der Antrag direkt beim Suchreferat in Moskau.

Antragsformulare auf deutsch und  detaillierte Infos in deutscher Sprache gibt es direkt
auf der Web-Seite des Suchreferats Moskau:  
www.suchdienst-Moskau.de.  

Die Kosten.
Der Suchdienst verlangt ca. 30 Euro Antragsgebühr, weitere 200 Euro,
wenn eine Akte geliefert wird. 5 bis 10 Euro pro Seite kostet, wenn gewünscht, die deutsche Übersetzung.

Bitte vorher informieren !

Mit der schon über 9 Jahre bestehenden erfolgreichen
AKTION VERSÖHNUNG werden die Schicksale von im zweiten Weltkrieg vermissten deutschen Soldaten
und Zivilpersonen im Bereich der ehemaligen Sowjetunion aufgeklärt. Daran arbeitet in 74 russischen Zentral- und Regionalarchiven das Suchreferat-Moskau, welches von der russischen öffentlichen Vereinigung

LIGA FÜR RUSSISCH-DEUTSCHE FREUNDSCHAFT e.V.
im Rahmen der AKTION VERSÖHNUNG gegründet wurde
 und aus erfahrenen Geschichtswissenschaftlern und Archivaren besteht.

Zugleich hilft das Suchreferat den ehemaligen deutschen Heimkehrern oder ihren Familienangehörigen bei der
Suchen nach den Archivakten, welche die persönliche Papiere wie Soldbücher, Fragebogen, Fotos, Briefe, Lebenslaufe, Krankheitsbulletins u.a. enthalten.
Die Suchaktion hat sich bisher als äusserst segensreich für Familien erwiesen, die immer noch nach Möglichkeiten
suchen, das Schicksal ihrer vermissten Verwandten, Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern aufzuklären, oder die
historischen Dokumente für die Familienarchive zu bekommen.

Folgende Voraussetzungen müssen für die Sucharbeit und Übermittlung von amtlich ausgestellten Auskünften und die Zusendung der offiziellen Kopien der Archivakte mit Übersetzungen erfüllt sein:

Die Suchanzeige kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Notwendig sind möglichst ausführlichen Angaben über den Vermissten oder Heimkehrer. Dafür können Sie unser vorbereitetes Online-Formular nutzen. Dieses kann online ausgefüllt und an uns geschickt werden. Sie bekommen in jedem Fall eine Versand-Bestätigung.

Per FAX : 007- 095 206 84 67
Per E-Mail : suchreferat.moskau@telsycom.ru
Per Post :
Suchreferat Moskau Liga für Russisch-Deutsche Freundschaft,
Maroseika-Str. 7/8-27, A/Nr.190
101 000, Moskau, Russland

Für den Fall, dass Sie den Postweg wählen, bitte auf KEINEN FALL Geld, Originaldokumente oder Fotos mit beifügen!
Senden Sie uns den Brief bitte per „Einschreiben“ und mit dem Luftpost-Aufkleber. (Bis 50g = 2,- €.) Der Postweg dauert normalerweise 7 bis 14 Tage.

Sie überweisen bitte zeitgleich mit der Zusendung der erforderliche Formulare an uns den Betrag von 30,- Euro.
Mit diesem Betrag sind eine
erste Grundprüfung des Antrages sowie alle Post und Bearbeitungsgebühren abgedeckt.
Wir haben extra zu diesem Zweck in Deutschland ein Sonderkonto eingerichtet.

Die Bankverbindung lautet:
Empfänger:
SUCHREF.A.VER-SCHROEDER K.H
Bank: Kreissparkasse Köln,
Konto-Nummer: 365005326,
BLZ: 37050299
Als Verwendungszweck geben Sie bitte: „Sucharbeit“ und den „Namen des Gesuchten“ an.
Die Buchhaltung der Kreissparkasse bittet darum, die Daten exakt so wie hier angegeben zu übernehmen, um Fehlbuchungen zu vermeiden.

Wir haben im Suchformular ein Feld vorgesehen, in welches Sie bitte eintragen möchten, wann und durch welche Bank die Überweisung erfolgte.

Im Laufe einer kurzen Frist
(einige Monate, je nach dem Umfang der Sucharbeit) wird der Antragsteller vom Suchreferat über die Ergebnisse informiert.

Im negativen Fall der Sucharbeit wird die Suchanzeige mit dem Originalstempel des russischen Archivs zurückgeschickt, mit der Auskunft, daß in Archiven in Rußland keine Angaben über die gesuchte Person auffindbar sind.

Im Fall eines Erfolges erhalten Sie auf Grundlage der Originalpapiere Berichte über das Todesdatum, die Todesursache und den Ort der Ruhestätte (oder das Datum der Freilassung).
Es wird beschrieben, wieviel Seiten die Archivakte hat und welche persönliche Dokumente, Fotos, Briefe usw.erhalten sind. Vom Suchreferat wird die offizielle Bescheinigung des russischen Archivdienstes mit dem amtlichen staatlichen Siegel ausgestellt, die juristische Gültigkeit hat.

Um
im Erfolgsfall alle Dokumente, die Bescheinigung und die offiziellen Kopien der kompletten Archivakte Ihnen als Antragsteller(in) per Kurier zustellen zu können, überweisen Sie bitte dem Suchreferat die Summe von 200,- Euro auf das oben genannte Konto.
Von diesem Betrag werden alle Kopien, technischen Aufwendungen, Kurierdienste und Suchmitarbeiter finanziert.
Als besonderen Service bieten wir Ihnen auch die komplette Übersetzung aller Unterlagen in's Deutsche an.
Die Gebühr hierfür richtet sich nach Art und Umfang sowie Schwierigkeitsgrad ( z.B.ärztliche Gutachten, oder per Hand geschriebene Krankheitsberichte u.a.).
(5 bis 10,00 EUR pro Blatt)
Da es sich meisst um sehr persönliche Unterlagen handelt, vermeidet dass Suchreferat den Versand über das öffentliche Postwesen und greift statt dessen auf private Kurierdienstmöglichkeiten zurück.
Aus diesem Grund ist bei der entgültigen Absendung der kompletten Unterlagen und der Übersetzung mit etwas Wartezeit zu rechnen.