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76.  I n f a n t e r i e  -  D i v i s i o n

  ab Sept. Stalingrad
 Jan.. 43 vernichtet
 GenLt Rodenburg
  bis 10.1.1955
 in russischer Kriegsgefangenschaft

Divisionsgeschichte der 76. ID

                           Daten aus dem Kriegstagebuch der 6. Arme e

o08.08.1942: Angriffskämpfe westlich von Kalatsch / Kesselschlacht von Kalatsch (20.07–11.08.1942)

o14.08.1942  :  Bereitstellung zum Angriff üb. Den Don im Abschnitt Akimowskij – Perepolnij

o21.08.1942  :  Flußübergang u. Bildung des Donbrückenkopfes bei Peskowatka – Wertjatschij

o23.08.1942  :  nach dem Donübergang d. Division am 21.08.1942 Vorstoß auf Kotluban

o31.08.1942  :  Abwehrkämpfe um den Nordriegel v. Stalingrad in der Kotluban – Schlucht

o05.10.1942  :  Auffrischung d. Division am Don im Raum südwestl. Peskowatka

o01.11.1942  :  Abwehrkämpfe im Abschnitt Panschino bis westl. Kotluban / Verbindung Donfront
                          zur Landbrückenfront

o14.11.1942  :  Abwehrkämpfe in der Landbrückenfront im Abschnitt Panschino , westl. Kotluban 

o18.11.1942  :  Stellungskämpfe in der Landbrückenfront im Abschnitt Wertjatschij - Kotluban


o25.11.1942  :   Bei 76. I. D. gelang es dem Feind gegen 22.00 Uhr erneut mit stärkeren Kräften
                           in die alte Einbruchsstelle nördlich 56,8 einzudringen. Bereinigung im Gange.

o27.11.1942  :  Schwere feindliche Angriffe von 20 durchgebrochenen Panzern und über 1000 Mann
                          auf gegen Front 76. I. D. nordwestlich Wertjatschij.
                          Vordere Linie:  76. I. D.: I. R. 178 und III. / 230 unverändert.
                           Dann 73,2 (dort eingeschlossener Stützpunkt) - Nordostrand Schlucht Gerassimowa -
                           61,6 (dort eingeschlossener Stützpunkt) - Bez. Pkt. S 108 - S 123 - S 127.

o28.11.1942  :  76. I. D.: Keine Fortsetzung der Angriffe während der Nacht. Zweitweise lebhafteres
                         Art. - Feuer auf linkem Flügel. Das eigene Unternehmen zur Wiedergewinnung von 61,8
                         hatte keinen Erfolg. -Ein Unternehmen zur Wiedergewinnung der Höhe 161,6 gelang der
                         76. I. D. nicht. -Ein Angriff von 300 bis 400 Mann mit 11 Panzern gegen Punkt 73,2
                         wurde abgewehrt. Die befohlenen Ausweichbewegungen haben planmäßig begonnen.
                         Pz. Rgt. Sikenius steht mit 14 Panzern zur Sicherung 3 - 4 km hinter dem rechten Flügel
                         der HKL der 76. I. D. Der Rest (6 Panzer) steht in Mal. Rossoschka.

o29.11.1942 :  Vorderste Linien und erreichte Räume:
                         76. I. D.: Kotlubanschlucht 2,5 km südsüdwestlich E 413 - Haus Sommerlager -
                         2,5 km ostnordostw. E 417 - E 417 - entlang des Weges E 417, E 423.

o01.12.1942 :  76. I. D. beobachtete Kolonne in Stärke von etwa 700 Mann auf dem Marsch von
                        N 112,1 in die Kotlubanschlucht.
                        - 76. I. D.: Verstärkter Feindverkehr aus Gegend 112,1 in Richtung Kotlubanschlucht.
                        Gegner schanzt vermehrt vor gesamten Divisionsabschnitt.

o02.12.1942 :  Bei 76. I. D. am Nachmittag nur lebhaftes Art.-und Granatwerferfeuer mit Schwerpunkt
                        auf Höhe 137,2 und 4,5 km nördlich Mal. Rossoschka, 7 Feindpanzer wurden auf der
                        Fahrt nach Norden in die Antonowaschlucht beobachtet.

o12.12.1942 :  76. I. D. beobachtete 12.45 Uhr 6 Feindpanzer auf der Fahrt aus Gegend 112,1
                        (4 km südwestlich E 407) nach Nordwesten.

o29.12.1942 :  Bei 76. I. D. wurden bei Gnilowka Ablösungen beobachtet.

o07.01.1943 : Bei 76. I. D. wurden vor linkem Flügel eine Gruppe von 10 Mann bei
                       Geländeeinweisung und stärkere Bewegungen erkannt. In der Gerasimowka = Schlucht
                       wurden Geräusche von Kettenfahrzeugen und in weiterer Entfernung Kommandostimmen
                       und Marschgesang gehört.

o10.01.1943 :  Westfront Feindangriff Mitte 76. I. D. bisher abgeschlagen. Mit 15 Panzern bei
                        Bez. Pkt. 423 durchgebrochen, im Kampf mit eigenen Panzern und Sturmgeschützen
                        nördlich Swch. Nr. 1
                        -Westfront Feindangriff Mitte 76. I. D. bisher abgeschlagen. Mit 15 Panzern bei
                        Bezugspunkt 423 durchgebrochen, im Kampf mit eigenen Panzern und Sturmgeschützen
                        nördlich Sowchose Nr. 1.
                        -Abt. - I a14.50 Uhr
                        Funkspruch an Heeresgruppe Don
                        Westfront Feindeinbruch linker Flügel 76. I. D., ganze Breite 44. I. D., rechter Flügel
                        29. I. D. (mot.) (Bez. Pkt. 423 - 154 einschl.) mit Stoßteil Golajatal bis vor Baburkin.
                        Dort Kampf. Eigene Teile halten noch Swch. Nr. 1 - 2. Stellung 2,5 km nordwestl.
                        Rossoschkatal zwischen Gratschew - Golajatal - 113,6 - 58,5 (1,5 km nördlich Bz. Pkt.
                        438). Lage nordwestl. 438 und nordostw. Dimitrewka noch ungeklärt.
                         3. Stellung Rossoschkatal zwischen Sapadnowka und Baburkin im Aufbau.
                        - 76. I. D.: nach starker Art.- und Do - Gerät - Feuervorbereitung griff der Feind ab
                        06.10 Uhr in Btl. - Stärke den linken Flügel der Division an. Der Angriff wurde durch
                        eigene Artillerie zersprengt.
                        Um 07.00 Uhr setzte der Gegner nach einstündiger, äußerst heftiger, trommelfeuerartiger
                        Artillerievorbereitung, die sich bis in das Rossoschkatal ausdehnte, zum Angriff gegen
                        den linken Flügel der 76. I. D. und gegen die ganze Front der 44. I. D. an.   
                        Der Angriff wurde auf breiter Front, unter stärkstem Infanterieeinsatz und mit starker
                        Panzerunterstützung (mindestens 40 Panzer) geführt und laufend durch weiteres heftiges
                        Artillerie-, Granatwerfer- und Stalinorgelfeuer unterstützt. Die Besatzung erhielt durch
                        das Vorbereitungsfeuer äußerst schwere Verluste. Sie setzte trotzdem dem feindlichen
                        Angriff zähesten Widerstand entgegen und ermöglichte dadurch trotz mehrfacher
                        Überlegenheit des Gegners das halten einzelner Stützpunkte.
                        Nachdem allein im Raum der Swch. Nr. 1 etwa 20 feindliche Panzer abgeschossen
                        waren , lies am Nachmittag die Angriffskraft der feindlichen Infanterie nach. Der 
                        Hauptdruck des Feindes lag auf der Landbrücke zwischen Swch. - Golajaschlucht und
                        in der Golajaschlucht selbst, mit dem Ziel, in das Rossoschkatal durchzustoßen. Zurzeit
                        wird stützpunktartig gehalten:
                        Alte HKL bis 2 km nordostw. Bez. Pkt. 423 - Nordwestausläufer Sapadnowkaschlucht -
                        Swch. Nr. 1 - Gratschewschlucht (südlich Swch.) - Ostteil des Höhenrückens zwischen
                        Gratschewschlucht und Golajaschlucht - dann eine Lücke bis 500 m nordwestl.
                        Nordausgang Baburkin - Südosthang Höhe 113,6 - Perejesdnajaschlucht südsüdostw.
                        113,6 - dann eine Lücke bis zum rechten Flügel 29. I. D. (mot.).

o11.01.1943 : 76. I. D.: Gegen linken Flügel unternahm der Gegner im Laufe des Tages insgesamt
                        12 Angriffe in Kp. bis Btl. Stärke, die sämtlich unter schweren Verlusten für den Feind
                        zerschlagen und abgewiesen wurden. 09.50 Uhr und 11.20 Uhr wurde Pkt. 116,2 (2 km
                        ostw. Bez. Pkt. 423) von starker Infanterie und Panzern angegriffen, von denen 6 durch
                        Sturmgeschütze abgeschossen wurden. Eigene Art. zerschlug zahlreiche
                        Feindansammlungen nordostw. Bez. Pkt. 423 und in Gegend Sowchose Nr. 1.
                        06.30 Uhr trat Angriffsgruppe der Division zum Angriff an, gewann gegen starken  
                        Feindwiderstand und bis 09.30 Uhr die Linie Sowchose Nr. 1 - Kurgan (2 km ostw.
                        113,6) und hält dort neue Abschnittsgrenze zur 44. I. D.: bisherige Abschnittsgrenze bis
                        Sapadnowka - Kurgan (2 km ostw. 115,6 zur 16. Pz. Div.) - Bez. Pkt. 145.

o12.01.1943 :  -76. I. D.: Seit den frühen Morgenstunden greift der Feind mit starken Kräften und
                        Panzerunterstützung den ganzen linken Flügel der Division an. Alle Angriffe wurden
                        vorbereitet und unterstützt durch starken Artillerie- und Do. - Werfer - Einsatz. Mehrfach
                        wurden Einbrüche im Gegenstoß bereinigt. Trotzdem gelang dem Feind ein;, Einbruch am
                        rechten Flügel der Radfahr. Abt. 176.
                        Um 13.00 Uhr konnte der Feind die Sowchose Nr. 1 und die Höhen nördlich davon in
                        Besitz nehmen. Diese Höhe wurde im Gegenstoß wieder genommen. Die Einbruchsstelle
                        Sowchose wurde abgeriegelt.

o13.01.1943 :  76. I. D.: Feindliche Stoßtrupptätigkeit gegen das Gren. Rgt. 203 und in der
                        Gratschewaschlucht .

o18.01.1943 : 113. und 76. I. D. abgeschlagen. Letztere mit linkem Flügel 4 km südostw. Rossoschka.
                        Dieser nach Osten zurückgebogen. Südwestecke davon 3 km breite Einbrüche mit
                        Panzern bis 120,0 das als Stützpunkt noch hält.

o21.01.1943 :  Seit Einbruch der Dunkelheit 60. I. D. (mot.), 113. und 76. I. D. unter Feinddruck im
                        Zurückkämpfen (Feind im Rücken) auf Linie Madeshda - 4 km ostwärts Gontschara, die                             22.01. gehalten werden soll. Gontschara in späten Abendstunden vom Feind genommen.
                        Hier große Lücke, Lage noch ungeklärt. Westlich Flugplatz Gumrak halten noch mehrere
                        Stützpunkte.

o22.01.1943  : 76. I. D., 29. I. D. (mot.) und 3. I. D. (mot.) und 297. I. D. aufgerieben.
                        Südfront und Stalingrad und Nordfront halten hier aus gegen überlegene Angriffe.
                        Munition geht auch hier zu Ende.