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3.  I n f a n t e r i e  -  D i v i s i o n

 ab Nov. Stalingrad
 Jan.. 43 vernichtet Oberst von Hanstein   Jan.  43
in russische Kriegsgefangenschaft

 Divisionsgeschichte der 3. ID mot

  Daten aus dem Kriegstagebuch der 6. Armee


o 28.06.1942 :  Angriff beginnt mit Übergang über den Tim auf  N. Alexjewskoje , daß der Russe im Winter als
                         Bunkerstellung ausgebaut hatte

o09.07.1942 :   Angriff auf Woronesch

o23.07.1942 :  Division tritt im Raum Bokowskaja an, Kletzkaja ( Don)  werden genommen, weiter Angriff Richtung
                         Süden auf  Businowka 

o25.07.1942 :   Angriff auf Brücke vor Kalatsch
 
o12.08.1942  :  nach dem Sieg von Kalatsch gruppiert die 6.Armee um und tritt am 12.08.1942 zum Angriff in d.  kl.
                         Donbogen an - südl. Donschleife

o23.08.1942 :   Vorausabtl. Rückt in den nördl. Teil des Brückenkopfes Wjerjatschi ein, der unter dauerndem
                          Störungsfeuer lag;  Vorrausabtl. Erreicht am Nachmittag den Tatrenwall östl. Kusmitschi , der Ort
                          wird im Häuserkampf genommen. Div. sichert Landbrücke nach Norden bei Pkt. 129,6
                          ( Milchfarm )

o03.09. – 11.09.1942 :       Großangriff auf den Nordriegel  

o16.09.1942  :    Abwehrkämpfe  im „Nordriegel“ v. Stalingrad  beiderseits  Marinowka

o18.09.1942  :  Abwehrkämpfe  im „Nordriegel“ v. Stalingrad  beiderseits Marinowka

o24.09.1942  :  Angriff gegen P 483 wurde abgewiesen. Panzerangriff gegen P 485 drängte Aufkl. Abteilung 55
                         100 m zurück.


o26.09.1942  :  Aufgelöste Bataillone -   II./ I. R. 8  ,   III./ I. R. 29

o30.09.1942  :   Der in den frühen Morgenstunden gegen die Front der 3. I. D. (mot.) und den Ostflügel der 60. I. D.
                           (mot.) angesetzte starke russische Angriff führte zum Durchbruch von 60 - 80 Panzern bis in Höhe
                           3 km nordostw. und 5 km nordwestlich Orlowka.

o02.10.1942  :   Südlich Jersowka wehrte 16. Pz. Div., bei 141,2   3. I. D. (mot.) mehrere von Panzern unterstütze
                          Infanterieangriffe ab.

o03.10.1942  :   Gegen zähen Feindwiderstand drang 389. I. D. beiderseits des Gorodischtsche - Baches etwa 1 km
                           in Richtung auf Spartakowa vor.
                           - Bei LI. A. K. griffen 24. Pz. Div. und 389. I. D. gegen hartnäckigen Feindwiderstand in Richtung
                           Traktorenwerk weiter an. 24. Pz. Div. nahm das Stadiongelände und stieß mit einer Panzergruppe
                            hinter fliehendem Feind, dem empfindliche Verluste zugefügt wurden, in Richtung Ziegelei bis zur
                            Eisenbahn durch. Da wegen Mangel an Infanteriekräften eine Ausnutzung des Panzererfolges nicht
                            möglich war, mussten die Panzer wieder nach Nordwesten zurückfahren. Der Nordflügel der
                            Division drang bis zum Ostteil des großen Häuserblocks westlich des Traktorenwerkes vor und
                            nahm ihn am Spätnachmittag zusammen mit der 389. I. D.

o19.10.1942  :  Abwehr- / Stellungskämpfe in der Landbrückenfront

o29.10.1942  :   Bei 3. I. D. (mot,) wurde nachmittags erneuter feindlicher Angriff mit Infanterie und Panzern bei
                          129,6 und ostwärts abgewehrt.

o09.11.1942  :  Abwehrkämpfe  im „Nordriegel“ v. Stalingrad  beiderseits Marinowka


o21.11.1942  :   94. I. D., 3. I. D. (mat.) und 60. I. D. (mot.) mit unterstellten Heerestruppen  dem LI. A. K. unterstellt
                           und zur Gruppe Pfeiffer zusammengefasst.

o26.11.1942  :   Vor der Front  3. I. D. (mot.): in den Morgenstunden heftiger Feindangriff von Panzer-und mot.
                           Kräften in Richtung 166 - 1 km südlich 168 wird 3 km ostw. 168 durch Panzer und Flak zum Stehen
                           gebracht,

o28.11.1942  :    Ein Angriff im Abschnitt der 3. I. D. (mot.) nordwestlich Marinowka gegen die Höhe 91,3 in Stärke
                            von 300 Mann Infanterie und 10 Panzer wurde abgewiesen, dabei sämtliche Feindpanzer
                            abgeschossen.
                           - Im Laufe des Nachmittags Feindangriffe gegen Illarionowskij und gegen den gesamten
                           Divisionsabschnitt der 3. I. D. (mot.).

o29.11.1942  :    Vor Front 3. I. D. (mot.) wurde ein Feindangriff in Btl. - Stärke zwischen 169und Marinowka
                           abgewiesen. Hierbei traten Feindpanzer zur artilleristischen Unterstützung auf. Lebhaftes Art.- und
                           Granatwerferstörungsfeuer im Raum 169, im Raum westlich und südwestlich 157 sowie nördlich
                           Platonow.

o30.11.1942  :   Bei 3. I. D. (mot.) am Morgen Beobachtung starker Feindbewegungen um Ssowjetskij. Gegen Mittag
                          griff der Feind mit etwa 2 Bataillonen unterstützt von 20 Panzern Marinowka 91,3 südwestlich an.

o01.12.1942  :   Vor Front 3. I. D. (mot.) verstärkt sich der Gegner weiterhin im Abschnitt Orlowka. Ab Mittag
                           verstärktes feindliches Art.- und Granatwerferfeuer. Am rechten Flügel der Division seit 14.00 Uhr
                           Feindangriff gegen Höhe 135,1 im Gange. - Bei 3. I. D. (mot.) Granatwerferfeuerüberfälle auf
                           Marinowka. Am Morgen sehr starker Fahrzeugverkehr von Platonow nach Norden dabei einige
                           Panzer.

o02.12.1942  :    3. I. D. (mot.) wurden an der Westfront beiderseits Höhe 117,8 gegen Mittag von Infanterie und 8
                           Feindpanzern angegriffen. - Im Abschnitt der 3. I. D. (mot.) setzte der Feind seine Angriffe bei
                           Marinowka fort. Marinowka brennt.

o03.12.1942  :   3. I. D. (mot.) wurde in den Morgenstunden im Abschnitt 117,8 und nördlich 91,3 mit Panzern und
                          Infanterie erneut heftig angegriffen.
                          - Bei 3. I. D. (mot.) gelang es dem Feind, im Laufe seiner immer wieder vorgetragenen Angriffe mit
                          Panzerunterstützung Einbrüche So 135,1, 0 117,8 und SO Bezugspunkt 169 zu erzielen. Etwa 12
                          feindliche Panzer, die mit aufgesessener Infanterie bis in die Gegend nördlich 114,1 rollten, haben
                          dort geigelt. Zur Vernichtung dieses Igels sowie zur Bereinigung der Einbrüche sind
                          Gegenmaßnahmen erfolgreich im Gange.

o04.12.1942  :   Die Bereinigung der Einbruchsstellen bei 117,8 und 114,1 durch 3. I. D. (mot.) noch nicht gelungen.
                          Abriegelung noch im Gange. Von westl. Marinowka nach Norden mot. Bewegungen, vor rechtem
                          Abschnitt 3. I. D. (mot.) Ketten- und Motorengeräusch. Mit starkem Feindpanzerangriff gegen rechten
                          Flügel wird gerechnet.
                          - 3. I. D. (mot.) vernichtete am Vormittag aus einer Feindkolonne hart ostw. 135,1 6 feindliche
                          Panzer, 4 Geschütze und mehrere Lkw. 1 8,8 cm Flak fiel durch feindlichen Beschuss aus. Am
                          Morgen griff der Feind mit Infanterie und Panzern den Abschnitt 127,1 erneut an. Er wurde blutig
                          abgewiesen. Am Mittag wurde ein von Süden gegen Marinowka in Stärke von 2 Kompanien
                          geführter Feindangriff unter hohen blutigen Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen.

o06.12.1942  :   3. I. D. (mot.) wehrte gegen 16.00 Uhr einen Feindangriff in Stärke von etwa 100 Mann gegen
                          Südteil von Marinowka ab.

o08.12.1942  :   3. I. D. (mot.) wurde gleichzeitig mit 376. I. D. nach starker Feuervorbereitung durch Artillerie und
                          Salvengeschütze auf der ganzen Westfront und bei Marinowka angegriffen.
                          - An der Westfront und mit rechten Abschnitt der Südfront der 3. I. D. (mot.) wurden mehrere
                          Feindvorstöße abgewehrt. Der Gegner belegte Marinowka weiterhin mit starkem Störungsfeuer und
                          schob sich von Süden her näher an den Ort heran. Der Gegenangriff zur Schließung der Lücke bei
                          135,1 ist noch im Gange.

o09.12.1942  :   Bei 3. I. D. (mot.) stießen eigene Panzer südlich 137,1 auf etwa 20 Feindpanzer und vernichtete 8
                            Feindpanzer.

o10.12.1942  :   3. I. D. (mot.) wehrte am Vormittag einen feindlichen Infanterieangriff mit Panzerunterstützung gegen
                          135,1 blutig ab und vernichtete hierbei 2 feindliche Panzer. Seit 15.00 Uhr greift der Feind
                           südwestlich 135,1 an. Bisher 1 feindlicher Panzer vernichtet. Der Kampf ist noch im Gange. Die
                           gesamte Westfront lag tagsüber unter feindlichem Art-, Granatwerfer-, Pak.- und Panzerfeuer. An
                           der Südfront wurde ein feindlicher Angriff in Kompaniestärke gegen Atamanskij abgewehrt.
                           - 3. I. D. (mot.) wehrte den seit 15.00 Uhr mit Panzerunterstützung gegen den Abschnitt 135,1 - 127,1
                           laufenden Angriff zweier feindlicher Bataillone in harten Kämpfen ab.

o11.12.1942  :    Bei 3. I. D. (mot.) an Westfront Granatwerfer-, Pak- und Artilleriestörungsfeuer, besonders heftig
                            bei 135,1; Von eigenem Stoßtruppunternehmen wurde der Feind aus der Einbruchsstelle
                            südwestlich 135,1 geworfen und die alte HKL wieder besetzt.
                            -3. I. D. (mot.) wies einen mit Panzerunterstützung vorgetragenen Feindangriff im Abschnitt 135,1 -
                            127,1 ab. Erdbeobachtung stellt regen feindlichen mot. Verkehr von Norden nach Platonow, dabei
                             etwa 25 Geschütze von Platonow nach Kalatsch fest.

o12.12.1942  :     3. I. D. (mot.) beobachtete in den Morgenstunden Bereitstellung des Feindes in Bataillonsstärke
                             nordwestlich 135,1 sowie Instellungbringen mehrerer feindlicher Flak - Batterien und
                             Salvengeschütze südwestlich und südlich Marinowka.

o13.12.1942  :     Bei 3. I. D. (mot.) weiterhin Feindbewegungen vor der Westfront, Hauptrichtung Süd, mit Teilen
                            Richtung Illarionowskij, dabei Infanterie (2 - 3 Bataillone).

o14.12.1942  :      3. I. D. (mot.) wehrte an der Westfront gegen Mittag einen Feindvorstoß in Zugstärke bei 135,1 ab.
                             Am Vormittag Beobachtung von Feindbewegungen mit Infanterie und etwa 2 Batterien auf der
                             Straße von Ssowjetskij nach Zarinskij.

o15.12.1942  :      3. I. D. (mot.) wehrte gegen 13.00 Uhr einen nach vorausgegangenem Feuerschlag aller Waffen
                             vorgetragenen feindlichen Infanterieangriff gegen die Höhe 135,1 ab, Ein schwächerer
                             Feindvorstoß gegen 127,1 wurde ebenfalls abgewiesen.

o16.12.1942  :     An Westfront 3. I. D. (mot.) griff der Feind, unterstützt durch starkes Art.- und Granatwerferfeuer
                             sowie Luftangriffe viermal je in Bataillonsstärke gegen 135,1 und südlich davon an.

o18.12.1942  :    Im Abschnitt 3. I. D. (mot.) Abwehr eines feindlichen Spähtrupps nordwestlich Marinowka.

o19.12.1942  :    Westfront bei 3. I. D. (mot,) feindliche Infanterieangriffe abgewiesen, Einbrüche bereinigt. Erneuter
                            Feindangriff und örtliche Einbrüche mit einzelnen Panzern bei Bez. Pkt. 154 und mit 20 Panzern bei
                            Bez. Pkt. 117,8 nordwestlich Marinowka. Kampf im Gange.
                            - Feind griff seit den frühen Morgenstunden unter starker Feuervorbereitung und Unterstützung aller
                            Waffen, besonders von Stalinorgeln und schwerer Artillerie, mit starken Kräften die West- und
                            Südfront des Korps im Abschnitt 3. I. D. (mot.) an. Seine mit Schwerpunkt gegen die Höhe 135,1
                           und Marinowka, hier unter Einsatz von etwa 40 Panzern, vorgetragenen Angriffe führten zu örtlichen                              Einbrüchen in eigene HKL südwestlich 135,1 und am Nordwestrand von Marinowka.
                           -Geringe örtliche Einbrüche an Front 3. I. D. (mot.) bei 135,1 und 127,1 abgeriegelt. Westlich und
                           nordwestlich Marinowka 40 durchgebrochene Feindpanzer nach kritischen Panzergefechten z. T. im                               Ort Marinowka, z. T. vor dem Rgt. Gefechtsstand verjagt oder vernichtet.
                           -Anhaltendes starkes feindliches Störungsfeuer auf dem HKF der 3. I. D. (mot.). Der Feind griff   
                          Marinowka erneut von Süd und West an. Seine Angriffe wurden abgeschlagen und Einbruchsstellen
                           im Gegenstoß bereinigt. Feindbereitstellung westlich Marinowka mit 18 Panzern und auf Lkw
                           verlastete Infanterie erkannt. Feindvorstöße (bis zu Kp. Stärke) im Abschnitt Atamanskij -
                           Woroschilowolager wurden abgeschlagen. Der Feind setzt diese Angriffe im Abschnitt Marinowka -                             Lager Woroschilowo fort. Verstärkung der Feindartillerie vor dem linken Flügel der Südfront der
                           Division beobachtet.  Mit Fortsetzung starker Feindangriffe gegen die Front der 3. I. D. (mot.),
                           insbesondere den Abschnitt Marinowka - Lager Woroschilowo wird gerechnet.

o20.12.1942  :    Der Feind griff die Front des Korps nur im Abschnitt 3. I. D. (mot.) vereinzelt mit schwächeren
                            Kräften an. Seine von Westen und Süden gegen Marinowka sowie gegen Atamanskij geführten
                            Angriffe in Stärke von je 2 Kompanien wurden blutig abgeschlagen.

o21.12.1942  :     Im Abschnitt 3. I. D. (mot.) gegen 12.00 Uhr im Raume 127,1 und 117,8 heftiger
                            Granatwerferfeuerüberfall. Feindbewegungen von Infanterie (Gesamtstärke wegen schlechter Sicht
                            nicht festzustellen) und etwa 20 le. Geschützen (dabei auch Pak) von Illarionowskij nach Platonoff
                            sowie 2 s. Batterien von Ssowjetskij nach Zarizynskij.
                            -Lage unverändert. 3. I. D. (mot.) vernichtete am Morgen im Raume 91,3 durch Abwehrfeuer von
                            Artillerie, Pak und Granatwerfer 3 Salvengeschütze und 2 s. MG.

o22.12.1942  :     Vor der Südfront 3. I. D. (mot.) schanzt der Feind in allgemeiner Linie 72,3 - 70,0 - 82,9 - 90,9.

o23.12.1942  :     Ein um 05.00 Uhr bei 3. I. D. (mot.) in den Südteil von Marinowka eingebrochener feindlicher
                            Stoßtrupp wurde im Gegenstoß zurückgeworfen und zersprengt.

o27.12.1942  :     3. I. D. (mot.) beobachtete schwächere Feindbewegungen nordwestlich 135,1 sowie Abmarsch von
                            etwa 10 feindlichen Flakgeschützen aus Gegend südlich Marinowka in Richtung Ssowjetski zum
                            Teil weiter in Richtung Kalatsch.

o28.12.1942  :    Der Feind griff die Front des Korps im rechten Abschnitt 3. I. D. (mot.) nach starker
                           Feuervorbereitung durch Art.- und Stalinorgeln mehrmals an. 3. I. D. (mot.) wehrte feindlichen
                           Infanterieangriff (etwa Rgt. Stärke) gegen rechten Flügel im Abschnitt nordostw. 135,1 ab.
                           Wiederholte feindliche Infanterieangriffe in Kp. Stärke gegen 127,1 und in Gegend Bez. Pkt. 169
                            wurden ebenfalls blutig abgeschlagen.

o29.12.1942  :    2 Feindvorstöße mit je etwa 200 Mann Infanterie gegen 135,1 und westl. 127,1 (3. I. D.(mot.))
                           abgeschlagen. Dort 16 Feindpanzer erkannt. Südfront lebhafte feindliche Stoßtrupptätigkeit bis zu
                           Kp. Stärke wirksam bekämpft, besonders nordwestl. Jelchi
                          -Bei 3. I. D. (mot.) ist der Anschluss zum rechten Nachbarn noch nicht hergestellt. Die Division
                           wurde seit Dunkelwerden zweimal von feindlicher Infanterie in Kp. - Stärke im Abschnitt 127,1
                           angegriffen.
                           -An Süd- und Westfront 3. I. D. (mot.) normales Störungsfeuer. Feindstoßtrupp bei Bez. Pkt. 169,
                           20.00 Uhr abgewiesen. HKL am Abschnitt 127,1, 22.00 Uhr im Gegenstoß bereinigt und alte HKL
                           wiederhergestellt.
                           -3. I. D. (mot.) beteiligte sich mit Artillerie und schweren Waffen an der Abwehr 2 feindl. Inf.
                           Angriffe gegen den linken Flügel 376. I. D. bei 131,7.

o30.12.1942  :    -3. I. D. (mot.) nahm gegenüber stärkerem Druck feindlicher Infanterie (Zahlenangabe infolge
                           Dunkelheit nicht möglich) rechten Flügel unter Flankenabriegelung zurück. Schanztätigkeit des
                           Feindes vor Abschnitt Marinowka. Anhaltend starker mot. Verkehr seit Dunkelwerden, aus Gegend
                           Kalatsch kommend, über Platonow nach Norden beobachtet. Genaue Zahlenangabe infolge
                            Dunkelheit nicht möglich, je Stunde etwa 50 - 100.

o31.12.1942  :    Bei 3. I. D. (mot.) am Vormittag Feindbewegungen, etwa 2 Kp. Infanterie, mit Panjewagen aus der
                           Gegend südlich Marinowka nach Westen sowie 2 Kp. Infanterie von Zarizynskij nach Ssowjetskij.
                           Von Platonow nach Norden 1 Btl. Infanterie sowie 15 Geschütze, dabei einige schweren Kalibers,
                           von denen 8 in die Balka 1,5 km südwestl. 91,3 (2 km südl. 169) abbogen. Der Rest marschierte
                           weiter nach Norden.

o01.01.1943  :    Feindliche Vorstöße im Bereich der 3. I. D. (mot.) bei 135,1 ;  91,3, Marinowka und Karpowka
                            wurden abgewiesen. Ablösung Krad. Schtz. 29 noch im Gange. Am Abend lebhafter mot. Verkehr
                            von Ost nach West auf der Höhenstraße 3 km südl. der Südfront.
                            -3. I. D. (mot.) beobachtete am Vormittag Einzelverkehr (etwa 50 Fahrzeuge) sowie 5 leichte
                            Geschütze und 5 Pak von Platonoff nach Norden und 5 Panzer - Selbstfahrlafetten, Stalinorgeln auf
                           dem Marsch aus Tarnewaja - Schlucht - Sowjetskij nach Südosten.
                           -3. I. D. (mot.) (Gruppe Seidel) übernahm Abschnitt K 29. Neue Grenze4 3. I. D. (mot.) /
                           29. I. D. (mot.): bisherige linke Grenze K 29. Ablösung wie bekannt.
                           Austauschtermine um 24 Stunden später verschoben.

o03.01.1943  :   -Bei 3. I. D. (mot.) rege feindliche Schanztätigkeit im Abschnitt Karpowka sowie Kfz - Verkehr auf
                           Straße Illarionowskij - Peskowatka, 30 Süd, 50 Nord.
                           -bei 3. I. D. (mot.) Abwehr eines Feindspähtrupps im Abschnitt 127,1. Normaler feindlicher mot.
                           Nachschubverkehr in beiden Richtungen auf Straße Sswojetskij - Zarizynskij sowie mot.
                           Einzelverkehr von Platonow nach Nordosten, dabei wurden 13 Pak
                            (7 davon aus Kalatsch kommend) beobachtet.

o04.01.1943  :    Bei 3. I. D. (mot.) normaler feindlicher Nachschubverkehr von Kalatsch nach Ssowjetskij.

o05.01.1943  :   Bei 3. I. D. (mot.) beiderseitige Spähtrupptätigkeit. Westl. 129,0 wurde russischer Stoßtrupp in
                          Stärke von 40 Mann abgewiesen.  Vor Front 3. I. D. (mot.) 15 Lkw von Platonow nach Südosten.
                          Feindliche Bombenangriffe im Raum Marinowka und auf Westflügel der 3. I. D. (mot.)

o07.01.1943  :   Bei 3. I. D. (mot.) feindliche Spähtrupptätigkeit in Karpowka.
                          -Außer verstärkter feindl. Feuertätigkeit im Abschnitt 117,8 (Westfront 3. I. D. (mot.)) normales        
                          feindl. Störungsfeuer auf gesamten HKF des Korps.
                          -Bei 3. I. D. (mot.) Lage unverändert. Vor Abschnitt 91,3; Marinowka Ablösung des Feindes
                          (Kp. Stärke) beobachtet, -feindlichen Angriff bei 3. I. D. (mot) Gegend Ssowjetskij - Platonow
                          gemeldet.

o08.01.1943  :   3. I. D. (mot.) beobachtete normalen feindl. Versorgungsverkehr vor West- und Südfront sowie
                          einen Eisenbahnzug (6 Wagen) von Kalatsch her in Sowjetskij einlaufend.
                          -Bei 3. I. D. (mot.) brachte der Feind eine schwere Flak - Batterie bei 70,4, 1 km nordwestlich
                           Platonoff, in Stellung. Der Feind schanzt im Abschnitt Karpowka.

o09.01.1943  :    Vor der Front 3. I. D. (mot.) um 09.45 Uhr bei Marinowka russische Parlamentäre abgewiesen. Ab
                           10.00 Uhr verstärktes Infanaterie-, Art.- und Granatwerferfeuer auf Marinowka sowie beiderseits
                           Karpowka. Feindbeobachtungen vor der Front: Von Norden nach Platonoff 12 Lkw und 1 Panzer,
                           lebhafte Feindbewegungen auf Höhen km südlich Karpowka, z. T. Richtung Osten nach 85,3

o11.01.1943  :    Starke Angriffe Westfront. Ausgang noch unbekannt. Aus Einbruchsstellen Südfront ostwärts
                           Zybenko und südlich 119,7 versucht Russe mit starken Kräften und Panzern, übrige Front nach Ost
                           und West aufzurollen. Ob eingeleitete Gegenmaßnahmen dies verhindern können, noch ungewiss.
                           Armee ohne Betriebsstoff. Bei Zurücknahme 3. I. D. (mot.) Nacht 11. / 12.01. müssen viele Kfz.
                           vernichtet werden.

o12.01.1943  :    3. I. D. (mot.) kämpft sich zu Fuß durch tiefen Schnee in das Rossoschkatal zurück Dort nur
                           geringste Kräfte vorhanden, um Aufnahmestellung zu besetzen.

o13.01.1943  :    Auf dem linken Flügel 3. I. D. (mot.) bei Karpowka wurde ebenfalls auf den Rossoschka - Abschnitt
                           ausgewichen. Feind drängt dort stark nach. Vom rechten Flügel 3. I. D. (mot.) Lage noch unbekannt.

o14.01.1943  :    Durch erdrückende Feindüberlegenheit, besonders an Artilleriemunition und zahlreicher
                           Erfrierungen Widerstandsfähigkeit 3. I. D. (mot.) und 376. I. D., die heute Nachmittag zuletzt ohne
                           Munition mit blanker Waffe kämpften, so gesunken, dass 15.01. Halten jetziger Westfront unmöglich.
                           Armee geht daher Nacht 14. / 15.01. in Linie Bol. Rossoschka - Dubininskij - Bassargino zurück
                           und leitet allmähliche Zurücknahme Westfront bis Linie Borodkin - Gontschara - Alexejewskij ein.
                           Durch Betriebsstoffmangel Verlust zahlreicher Menschen und Waffen bei Zurückgehen sicher.
                           Flugplatz Gumrak ab 16.01. anfliegbar.

o15.01.1943  :    Reste der 29., 3. I. D. (mot.), 376. und 297. I. D. gehen auf endgültige Stellung an Bahnlinie bei und
                            nordwestlich Joropoponowo zurück.  Röm. 8. A. K. wird in kommender Nacht in Zwischenstellung
                            Rossoschka - Pitomnik zurückgenommen (heute nicht angegriffen).

o22.01.1943  :    76. I. D., 29. I. D. (mot.) und 3. I. D. (mot.) und 297. I. D. aufgerieben.
                           Südfront und Stalingrad und Nordfront halten hier aus gegen überlegene Angriffe. Munition geht
                           auch hier zu Ende.

o23.01.1943 :      Rückzug auf Westrand Stalingrads

o29.01.1943 :      Kapitulation Reste d. Division im Südkessel