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60.  I n f a n t e r i e  -  D i v i s i o n

ab Sept. Stalingrad
 Jan. 43 vernichtet GenMaj Kohlermann  nach 1.Nov. wegen Krankheit ersetzt
durch GenMaj
Hans v. Arenstorff

 Divisionsgeschichte der 60. ID

60_ID-v-comp02

  Daten aus dem Kriegstagebuch der 6. Armee


o13.08.1942  :  Angriffskämpfe im Donbogen

o10.09.1942  :  Kämpfe um die Stalingrader Vorstadt Orlowka

o30.09.1942  :  Der in den frühen Morgenstunden gegen die Front der 3.I. D. (mot.) und den Ostflügel der 60.I. D.
                         (mot.) angesetzte starke russische Angriff führte zum Durchbruch von 60 - 80 Panzern bis in Höhe
                         3 km nordostw. und 5 km nordwestlich Orlowka.

o03.10.1942  :  60. I. D. (mot.) wies ostw. des Tatarengrabens 2 stärkere russische Erkundungsvorstöße mit
                          Panzerunterstützung und unter dem Schutze künstlichen Nebels ab.

o20.10.1942  :  Vor der Front der 60. I. D. griff Feind in den Nachmittagsstunden erneut mehrmals mit Infanterie und
                          Panzern an. Nach verlustreicher Abwehr erlitt die Division am rechten Flügel beiderseits 415 einen
                          feindlichen Einbruch von 1 km Breite in die HKL.

o29.10.1942  :  Abwehrkämpfe in der Landbrückenfront nordwestl. Stalingrad


o30.10.1942  : Der in den frühen Morgenstunden gegen die Front der 3. I. D. (mot.) und den Ostflügel der 60. I. D.
                         (mot.) angesetzte starke russische Angriff führte zum Durchbruch von 60 - 80 Panzern bis in Höhe   
                         3 km nordostw. und 5 km nordwestlich Orlowka.

o21.11.1942  :     94. I. D., 3. I. D. (mat.) und 60. I. D. (mot.) mit unterstellten Heerestruppen  dem LI. A. K.
                             unterstellt und zur Gruppe Pfeiffer zusammengefasst.

o25.11.1942  :     Ein weiterer tiefer Einbruch gelang dem Feind bei 139,7 am rechten Flügel der 60. I. D. (mot.).
                            Die sofort ergriffenen Gegenmaßnahmen hatten den Erfolg, dass Höhe 135,4 wieder gewonnen und
                            der Feind bei 139,7 zum Stehen gebracht werden konnte.

o26.11.1942  :    60 I. D. (mot.) nahm Höhe 141,0 und schlug anschließend alle Gegenangriffe sowohl gegen 141,0
                            wie gegen 139,7 ab.

o27.11.1942  : 21.40 Uhr  An der Nordfront wurde Einbruchsstelle Höhe 145,1 durch 60. I. D. (mot.) abgeriegelt
                         und eine Sicherungslinie vom Eisenbahnknie bis westlich 141,0 geschaffen. Angriff nordostwärts
                         Orlowka gegen eigene Stellungen am Eisenbahnknie und Höhe 139,7 wurden abgewiesen.

o28.11.1942  :   Der Einbruch nordostw. Orlowka wurde nach Vernichtung von 2 T 34 bereinigt. Bei 144,1 stieß der
                           Feind mit Infanterie und 7 Panzern bis südlich Höhe 147,6, wo er gehalten wurde. Die zum
                           Gegenstoß angesetzten Teile der 16. Pz. Div. und 60. I. D. (mot.) gewannen Höhe 145,1 zurück.


o29.11.1942  :     LI. A. K.meldet 20.40 Uhr
                            Höhen 147,6 und 145,1 wurden durch 16. Pz. Div. und 60. I. D. (mot.) abgewiesen. 2 Panzer
                            vernichtet, 2 bewegungsunfähig geschossen. Höhe 147,6 und 145,1 fest in eigener Hand.

o04.12.1942  :     Panzer Abteilung 60. I. D. (mot.) ist, 05.12., 04.00 Uhr antretend, zur Verfügung der Armee nach
                            Bol. Rossoschka in Marsch zu setzen. Betriebsstoffausstattung für 80 km.

o13.12.1942  :     Am frühen Morgen wurde ein Angriff von etwa 120 Mann gegen Höhe 139,7 und ein weiterer
                            Angriff in Stärke von 200 Mann gegen rechten Flügel 60. I. D. (mot.) abgewiesen. Gegen 13.00 Uhr
                            wurde ein erneuter, nach starker Artillerievorbereitung und mit Panzerunterstützung von 3 - 5
                            Panzern gegen 139,7 geführter Angriff ebenfalls abgeschlagen.

o23.12.1942  :     In diesem Falle soll IX. A. K. die bisherige Front der 60. I. D. (mot.) bis Höhe 139,4 (ausschl.)
                             behalten und diese mit eigenen Kräften und Teilen der 389. I. D. ablösen, während VIII. A. K. die
                             übrige Front übernimmt und ablöst. M. G. 9 bleibt dem XI. A. K. unterstellt.

o24.12.1942  :     Außer Spähtruppvorstößen des Feindes gegen Höhenblock 102,0 bei 16. Pz. Div. und
                            60. I. D. (mot.) sowie einem örtlichen Einbruch bei Planquadrat 72 D 2, der im Gegenstoß
                            bereinigt wurde, ruhiger Verlauf der Nacht ohne Angriffshandlungen des Feindes.

o26.12.1942  :     Auf linkem Flügel 16. Pz. Div. und rechtem Flügel 60. I. D. (mot.) am Morgen Feindangriff mit
                             Infanterie und 14. Pz. Div., der zum Einbruch bei 139,7 und nordwestlich davon führte. Der um
                             11.30 Uhr mit eigener Panzerunterstützung angetretene Gegenangriff führte bis dicht vor 139,7 und
                             entsetzte eingeschlossene Besatzung auf Höhe 1 km nordwestl. 139,7. Kämpfe noch im Gange.
                            -Bei 60. I. D. (mot.) wurde die Wiederinbesitznahme der alten HKL infolge zahlenmäßiger
                            Überlegenheit des Feindes, sehr starker Abwehr und hoher eigener Verluste verhindert. Dem Feind
                            konnten erhebliche Verluste zugefügt werden. Eigene Stützpunkte halten in Balka 1 km südwestlich
                            139,7 und auf 137,8. Bewegungen des Gegners im Hintergelände von etwa 800 Mann aus dem
                            Raum 411 - 410 - 401 nach Osten beobachtet.
                            -Am linken Flügel 16. Pz. Div. und rechten Flügel 60. I. D. (mot.) konnte eigener Angriff, der dem
                            Feind hohe Verluste zufügte, alte HKL nicht voll zurückgewinnen. Lage bei Höhe 139,7 noch
                            ungeklärt, wahrscheinlich eigene und feindliche Kräfte auf dieser Höhe. Höhe 1 km nordwestlich
                            139,7 in eigener Hand.

o27.12.1942  :     bei 60. I. D. (mot.) zeitweise lebhaftere Granatwerfer- und Artillerietätigkeit im Abschnitt 139,7 -
                            415 und im Hintergelände bei Bez. Pkt. 412 - 429.
                            Im gesamten Korpsabschnitt lebhafte feindliche Fliegertätigkeit.

o28.12.1942  :     Bei 60. I. D. (mot.) wurde abends feindlicher Spähtrupp auf Schneeschuhen ostw. Tatarenwall
                             abgewiesen. Im ganzen Korpsabschnitt sehr zahlreiche Bombenwürfe feindlicher Flieger während
                             der ganzen Nacht.

o30.12.1942  :     Bei 60. I. D. (mot.) 2 Spähtrupps bei 415 abgewiesen.

o01.01.1943  :     bei 60. I. D. (mot.) Spähtrupp bei 111,1.

o03.01.1943  :     Vor 60. I. D. (mot.) wurden Bewegungen des Feindes von etwa 1200 Mann und 4 Pak, 1 le. MG
                             und 4 Geschützen von 402 und 404 nach 416 und mit Masse ins Gratschi - Tal beobachtet.

o04.01.1943  :     Bei 60. I. D. (mot,) 23.45 Uhr Spähtrupp westl. 415, 02.30 Uhr Stoßtrupp von etwa 31) Mann
                             gegen 137,8 abgewiesen. Eine feindliche Batterie schoss sich am Abend auf 134,8 ein.
                            -Bei 60. I. D. (mot.) halten die Bewegungen hinter der feindlichen Linie von 402 ins Gratschijtal
                            (etwa 400 m) und 404 nach Süden an. In Gegend 411 gingen 2 Feindbatterien in Stellung.

o06.01.1943  :     Bei 60. I. D. (mot.), 03.00 Uhr feindlicher Stoßtrupp, 30 - 50 Mann, gegen 154,2 (linker Flügel).
                             Abwehr noch im Gange.
                            -Bei 60. I. D. (mot.) wurde der bei 154,2 eingebrochene feindliche Stoßtrupp im Gegenstoß unter
                            starken Verlusten für den Gegner zurückgeworfen (15 Feindtote gezählt).

o08.01.1943  :     Bei 60. I. D. (mot.) gegen Mittag starker Feuerschlag auf linken Flügel in Gegend der Eisenbahn.

o09.01.1943  :     Im Frontabschnitt wurden 2 Spähtrupps abgewiesen, desgleichen bei 60. I. D. (mot.) Stoßtrupp
                             westl. Tatarenwall.

o10.01.1943  :      Bei 60. I. D. (mot.) wurde ein Vorfühlen des Gegners in Gegend 137,8 etwa 13.00 U abgewiesen.

o11.01.1943  :      Bei 24. Pz. Div. wurden im Abschnitt Müller nördlich Orlowka und bei  60. I. D. (mot.) westl.
                             154,2 je 1 feindlicher Stoßtrupp abgewiesen.
                             -Vor 60. I. D. (mot.) wurden beiderseits 414 Feindbewegungen in Stärke von etwa 700 Mann von                                  Osten nach Westen beobachtet.
                             -Bei 60. I. D. (mot.) haben sich Feindverstärkungen nordwestlich 154,2 eingegraben. Sonst keine
                             besonderen Vorkommnisse.

o12.01.1943  :     Bei 60. I. D. (mot.) wurden Spätnachmittags bei 111,1 2 Vorstöße eines stärkeren feindlichen
                            Spähtrupps abgewiesen.

o13.01.1943  :     Bei 60. I. D. (mot.) wurden ostwärts Tatarenwall 1 Stoßtrupp und westlich Eisenbahn 2 Spähtrupps
                             abgewiesen.
                            -Bei 60. I. D. (mot.) wurden Spätnachmittags bei 111,1 2 Vorstöße eines stärkeren feindl.
                            Spähtrupps abgewiesen.

o18.01.1943  :     60. I. D. (mot.) 119,7. Nach Süden 1,5 km breite Lücke. Angriffe gegen 60. I. D. (mot.),

o20.01.1943  :     Auf linkem Flügel 60. I. D. (mot.) ging Höhe 154,2 verloren. Dort abgeriegelt.
                            -Zurücknahme rechter Flügel 60. I. D. (mot.) unter Zurücklassen aller schwerer Waffen
                            (Betriebsstoffmangel) planmäßig durchgeführt.

o21.01.1943  :     Zurücknahme rechter Flügel 60. I. D. (mot.) Nacht 20. auf 21.01. in Linie 429 - 428 - Eisenbahn
                            Richtung 417. Angriffe auf Bol. Rossoschka und Raum um 441 unter hohen blutigen Feindverlusten
                            abgewiesen. 2 km breite Lücke von 120,0 nach Westen und Süden. Weitere Feindverstärkung vor
                            134,3, 151,7, beiderseits Bahn westlich Woroponowo und Pestschanaja - Schlucht. Hier lebhaftes
                            Artilleriefeuer. An Wolgafront zahlreiche Stoßtrupps abgewiesen. 1 T 34 vernichtet. Seit 16.01.
                            nur 66 Schuss le. F. H. angekommen. Mehrere Tausend verschossen. Je Rohr noch 30 Schuss
                            vorhanden. Betriebsstoff und Verpflegungslage entsprechend.
                            -Seit Einbruch der Dunkelheit 60. I. D. (mot.), 113. und 76. I. D. unter Feinddruck im
                            Zurückkämpfen (Feind im Rücken) auf Linie Madeshda - 4 km ostwärts Gontschara, die 22.01.
                            gehalten werden soll. Gontschara in späten Abendstunden vom Feind genommen. Hier große Lücke,
                            Lage noch ungeklärt. Westlich Flugplatz Gumrak halten noch mehrere Stützpunkte.

o22.01.1943  :     -Zurücknahme linker Flügel 60. I. D. (mot.) durchgeführt. Westfront: Unter Anstrengung letzter
                            Kräfte gelungen, neue HKL  427 - 2,5 km südwestlich 433 - 3 km westlich Bahnhof Gumrak - 474
                            - 453 aufzubauen.