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Seite3 - Einsätze des Unteroffiziers Arthur Krüger |
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Der Weg in die Freiheit, von Stayer bis Sori – Genua . Ohne etwas Essbares. Strassen waren keine zu sehen, es lag im Monat Mai noch meterhoch Schnee. Am Abend erreichten wir einige Baracken, brachen sie auf und suchten nach etwas Essbarem. Fanden in einem Schrank steinharte Brotwuerfel. Wir tauten Schnee auf und kochten die Würfel im Schneewasser. Das war das erste Essen nach zwei Tagen. Wir fanden dort Decken, hüllten uns ein und schliefen wie in Engelsarmen die ganze Nacht. Am frühen Morgen ging der Aufstieg weiter, der Schnee wurde immer höher und die Kräfte immer weniger. Gegen Mittag überschritten wir den Gipfel und erreichten auf der Südseite den Ort Heiligen-Blut. Die lieben Bewohner empfingen uns, gaben uns das erste warme Mittagessen nach langen Wochen. Ein bisschen Ruhe sich verschnaufen, und dann ging es weiter in Richtung Lienz und Silichan, die Grenze nach Italien. Die Grenze nach Italien war hier geschlossen. Man durfte nur über Klagenfurt nach Italien und dort waren die Russen. Was nun, zu den Russen auf keinen Fall. Ich suchte den englischen Stadtkommandanten und sprach bei ihm vor. Sagte ihm, von hier bis Bozen sind nur wenige Km. Wir sprachen von Italien, von den schönen Signorinas, und meine, die wartet doch auf mich, ich wurde dem Kommandeur sympathisch, und er sagte mir, komme morgen Mittag, ich fahre dich dann rüber nach San Candido. Dort muss ich dich aber im Lager der Italiener abliefern. Am Sonntag früh, fuhr mich der gute Engländer nach S.Candido mit einem Passierschein, und lieferte mich dort im Sammellager für Heimkehrer ab. Ich wurde sofort von dem Lagerleiter, er war von dem Komunitè der Befreiung Italiens, also ein Partisanenfuehrer,vernommen.Wo und wieso ich bei den Deutschen war und warum ich nach Genua wollte und warum ich nach Genua und nicht Bozen,wo ich ja angeblich geboren sei.Ich erzählte ihm, dass ich der Sohn eines deutschen Soldaten waere,der dort 1918 in Gefangenschaft geriet und dort in der Landwirtschaft arbeitete. Meine Mutter hatte mir erzaehlt, dass mein Vater von Danzig wäre und nach dort zurückgekehrt sei. Sie hätte von ihm nichts mehr gehört. Meine Mutter lebe in Genua und ich möchte zu ihr. Auf meinem
Entlassungsschein, war ja auch alles so aufgeführt. Ich erzählte ihm dann noch, dass ich mit 16 Jahren nach Danzig ging, um dort Arbeit zu finden und meinen Vater zu suchen. Weil ich ja in der Zeit von 1943/44 als Soldat in
Italien war und dort durch meinen Kontakt mit den Leuten genügend italienisch gelernt hatte und somit genau so schlecht italienisch sprach, wie die Südtiroler, wären meine Angaben glaubwürdig. Bei der Ausstellung meiner Reisepapiere, ich wollte ja nicht sagen, dass ich auch aus Matthausen komme, machte ich den Fehler und sagte Deutsche Wehrmacht. Ich wurde verhaftet und in einen Raum
gesperrt. Arthur Krueger |
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